Mündung des Aland
Gewässerbei SchnackenburgAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Schnackenburg mündet von links ein Fluss in die Elbe, der auf seinem Weg dreimal den Namen wechselt. Er entspringt als Milde südlich von Gardelegen in der Altmark. Bei Beese wird er zur Biese, und ab der Einmündung des Tauben Aland bei Seehausen heißt er schließlich Aland. Zusammen sind Milde, Biese und Aland rund 97 Kilometer lang.
Warum drei Namen?
Flussnamen entstanden lokal. Die Menschen an einem Abschnitt nannten den Fluss so, wie sie ihn kannten, ohne zu wissen, dass er weiter oben oder unten anders hieß. Erst Karten und Behörden haben die Abschnitte als ein Gewässer betrachtet. Die alten Namen blieben trotzdem erhalten.
Ein Fluss der Niederung
Der Aland fließt durch die flache Wische und die Elbtalaue. Er hat wenig Gefälle und mäandriert in weiten Bögen. Bei Elbhochwasser staut er weit zurück. Sein Mündungsgebiet ist Teil des Biosphärenreservats und Lebensraum für Biber, Fischotter und viele Vogelarten.
Schnackenburg
Schnackenburg ist eine der kleinsten Städte Deutschlands. Sie liegt im Wendland in Niedersachsen, direkt an der Elbe. Bis 1990 verlief hier die innerdeutsche Grenze im Fluss. Ein kleines Grenzlandmuseum erinnert daran. Am anderen Ufer liegt die Burg Lenzen.