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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Abschnitt 2 von 7 · Mělník bis Hřensko · 19 Stationen

Moldaumündung bis Kamenice

Schleusen, Vulkanberge und ElbsandsteinAktualisiert am 10. Oktober 2026

Bei Mělník ändert die Elbe ihren Charakter. Mit der Moldau kommt mehr Wasser hinzu, als die Elbe selbst bis hierher gesammelt hat. Ab dem Zusammenfluss ist der Strom eine bedeutende Wasserstraße, die Prag über Ústí nad Labem und Dresden mit Hamburg verbindet. Von Kilometer 0 in Mělník bis zur deutschen Grenze bei Kilometer 109,27 reiht sich eine Folge von Staustufen aneinander.

Die Porta Bohemica bei Velké Žernoseky
Die Porta Bohemica bei Velké Žernoseky. Foto: Juan de Vojníkov, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Eine Treppe aus Stauhaltungen

Um 1900 begannen Böhmen und das Habsburgerreich ein großes Programm zum Ausbau von Moldau und unterer Elbe. Wehre mit beweglichen Verschlüssen, Schleusen und Kanäle sollten eine verlässliche Fahrrinne schaffen. In schneller Folge entstanden die Anlagen bei Hořín, Dolní Beřkovice, Štětí, Roudnice nad Labem, České Kopisty und Lovosice. Den Abschluss bildete zwischen 1924 und 1936 die große Staustufe Střekov in Ústí nad Labem. Sie ist bis heute die letzte Anlage, die den Wasserstand der Elbe auf tschechischem Gebiet regelt.

Viele dieser Bauwerke stehen inzwischen unter Denkmalschutz und sind trotzdem in Betrieb. Wer hier entlangfährt, sieht Wasserbau aus über hundert Jahren, der noch täglich gebraucht wird.

Spuren der Hochwasser

Die Aue zwischen Mělník und Litoměřice ist flach und weit. Hier kommen die Hochwasser von Moldau und Elbe zusammen. Im August 2002 traf das Orte wie Dolní Beřkovice und Křešice mit voller Wucht. Hochwassermarken an Hauswänden und alten Schleusenmauern erzählen davon, und an manchen Häusern hat das Wasser von 2002 eine eigene Linie hinterlassen.

Durch das Böhmische Mittelgebirge

Hinter Lovosice verlässt die Elbe die Ebene. An der Porta Bohemica, dem „Böhmischen Tor“, tritt sie in das Böhmische Mittelgebirge ein, eine Landschaft aus kegelförmigen Vulkanbergen. Weinberge an den Südhängen, Felsklippen und enge Talabschnitte machen diesen Teil zu einem der schönsten der ganzen Elbe. Funde eines bronzezeitlichen Hafens bei Velké Žernoseky zeigen, wie alt die Nutzung des Flusses hier ist.

Bis zur Grenze

Ab Ústí nad Labem fließt die Elbe frei. Nach Děčín schneidet sie sich in den Sandstein des Elbsandsteingebirges, das auf deutscher Seite Sächsische Schweiz heißt. In Hřensko mündet die Kamenice, deren Klammen zu den bekanntesten Ausflugszielen der Böhmischen Schweiz gehören. Mit ihr beginnt der nächste Abschnitt.

Ein guter Ausgangspunkt für diesen Abschnitt ist der Aussichtspunkt am Schloss Mělník. Von dort überblicken Sie den Zusammenfluss, den Seitenkanal nach Vraňany und die Schleuse Hořín auf einmal.

Karte des Abschnitts

MělníkÚstí n. L.Litoměřice12345678910111213141516171819

Alle 19 Stationen, flussab geordnet

  1. Aussichtspunkt Schloss MělníkLandschaftMělník (CZ)
  2. Mündung der MoldauGewässerMělník (CZ)
  3. Kilometer 0 der tschechischen ElbschifffahrtBauwerkMělník (CZ)
  4. Seitenkanal Vraňany–HořínBauwerkzwischen Vraňany und Hořín (CZ)
  5. Schleuse HořínBauwerkHořín bei Mělník (CZ)
  6. Hafen MělníkBauwerkMělník (CZ)
  7. Wehr Dolní BeřkoviceBauwerkDolní Beřkovice (CZ)
  8. Hochwassermarken in Dolní BeřkoviceWasserstandsmarkeDolní Beřkovice bei Mělník (CZ)
  9. Wehr ŠtětíBauwerkŠtětí (CZ)
  10. Schleuse Roudnice nad LabemBauwerkRoudnice nad Labem (CZ)
  11. Hochwassermarken in Křešice bei LitoměřiceWasserstandsmarkeKřešice bei Litoměřice (CZ)
  12. Schleuse České KopistyBauwerkČeské Kopisty bei Litoměřice (CZ)
  13. Mündung der Ohře (Eger)Gewässerbei Litoměřice (CZ)
  14. Schleuse LovosiceBauwerkLovosice (CZ)
  15. See ŽernosekyLandschaftŽernoseky (CZ)
  16. Porta BohemicaLandschaftzwischen Lovosice und Ústí nad Labem (CZ)
  17. Schleuse und Wasserkraftwerk StřekovBauwerkÚstí nad Labem (CZ)
  18. Mündung der BílinaGewässerÚstí nad Labem (CZ)
  19. Hafen Ústí nad LabemBauwerkÚstí nad Labem (CZ)