Schleuse Roudnice nad Labem
BauwerkRoudnice nad Labem (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Roudnice nad Labem, überragt vom großen Schloss der Stadt, quert eine Staustufe die Elbe. Sie wurde zwischen 1906 und 1910 gebaut, im Rahmen des Programms, mit dem Moldau und untere Elbe für die Schifffahrt ausgebaut wurden. Zwischen Mělník und Ústí nad Labem ist sie die dritte Staustufe.
Die Anlage
Das Wehr hat drei bewegliche Verschlüsse und eine Stauhöhe von rund 2,4 Metern. Der Rückstau reicht etwa 9,3 Kilometer flussauf. Nahe dem linken Ufer liegen zwei Schleusenkammern: eine kleinere mit etwa 11 mal 85 Metern und eine große mit rund 22 mal 155 Metern.
Vom Floß zum Kajak
Früher wurde auf der Elbe viel Holz geflößt. An den Wehren brauchten die Flöße einen eigenen Weg: die Floßrutsche, eine schräge Rinne, über die sie das Wehr hinabgleiten konnten. In Roudnice wurde die alte Floßrutsche zu einer Wildwasserstrecke umgebaut. Heute trainieren und starten hier Kanuten. Ein schönes Beispiel dafür, wie ein Bauwerk eine neue Aufgabe bekommt.
Weiter
Flussauf liegt das Wehr Štětí. Flussab folgen Křešice mit seinen Hochwassermarken und die Schleuse České Kopisty.