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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Schleuse Magdeburg (nicht fertiggestellt)

BauwerkMagdeburg, westliches ElbuferAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am westlichen Elbufer in Magdeburg liegt eine Schleuse, durch die nie ein Schiff geschleust wurde. Bis 1942 entstand hier die doppelte Schleppzugschleuse Magdeburg. Jede ihrer beiden Kammern ist 325 Meter lang und 25 Meter breit. Die Anlage war bis auf wenige mechanische Teile fertig. Dann wurde der Bau eingestellt.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Ein Plan, der nicht aufging

Die Schleuse sollte Teil einer Staustufe in Magdeburg werden. Der obere Schleusenkanal wurde aber nie mit der Elbe verbunden, und mit dem Bau des zugehörigen Wehrs wurde gar nicht erst begonnen. Der Zweite Weltkrieg beendete die Arbeiten. Nach dem Krieg fehlten Geld und Interesse, das Projekt weiterzuführen.

Schrott und Winterhafen

Mitte der 1970er Jahre wurden die Portale und Hubtore verschrottet. Die Kammern blieben. Heute sind sie frei befahrbar und werden als Winterhafen genutzt. Schiffe finden hier im Winter Schutz vor Eisgang und Hochwasser. So hat das unvollendete Bauwerk doch noch eine Aufgabe gefunden.

Geplante Elbe

Die Schleuse erinnert daran, dass die Elbe im 20. Jahrhundert stärker ausgebaut werden sollte, als es dann geschah. Ähnlich wie beim nie gebauten Speicherbecken Pirna blieben große Pläne unvollendet. Für die Natur der Mittelelbe war das ein Glück: Zwischen Střekov und Geesthacht fließt die Elbe bis heute frei.

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