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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Speicherbecken Pirna (nicht gebaut)

LandschaftPirna (Sachsen)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Manche Stationen dieses Wegweisers zeigen Bauwerke, die es gibt. Diese zeigt eines, das es nie gab. In den 1930er Jahren plante man, bei Pirna auf der rechten Elbseite ein großes Speicherbecken anzulegen. Es sollte eine Fläche von rund 720 Hektar haben und Wasser für trockene Zeiten bereithalten.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Die Idee

Die Elbe führt im Sommer und Herbst oft wenig Wasser. Für die Schifffahrt ist das seit jeher ein Problem: Schiffe können dann nur teilbeladen fahren. Das Speicherbecken sollte bei Hochwasser oder in nassen Monaten gefüllt werden und in Trockenzeiten Wasser abgeben, um die Elbe ganzjährig schiffbar zu halten. Ähnliche Gedanken gab es damals an vielen Flüssen Europas.

Warum es nicht kam

Der Zweite Weltkrieg stoppte viele Großprojekte, und nach 1945 änderten sich die Prioritäten. Auch der enorme Flächenbedarf sprach gegen das Vorhaben. 720 Hektar entsprechen etwa tausend Fußballfeldern, mitten in einer dicht genutzten Flusslandschaft.

Was bleibt

Vor Ort sehen Sie heute Felder, Wiesen und Siedlungen. Die Station erinnert daran, dass Flusslandschaften nicht nur von dem geprägt sind, was gebaut wurde, sondern auch von Plänen, die in Schubladen blieben. Die Frage, wie viel Eingriff ein Fluss für die Schifffahrt verträgt, ist bis heute aktuell.

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