Auwaldentwicklung Geißbreite im Rühstädter Bogen
Landschaftbei Rühstädt (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Im Rühstädter Bogen wurde ein Deich neu gebaut. Für solche Eingriffe in Natur und Landschaft schreibt das Gesetz einen Ausgleich vor. Auf der Fläche Geißbreite wurde dieser Ausgleich umgesetzt: Auf ehemaligen Äckern und Wiesen entstanden 2,7 Hektar strukturreicher Wald und drei Kleingewässer.
Vom Acker zur Aue
Zusätzlich wurde eine Ackerfläche, die von Qualmwasser beeinflusst war, in drei Hektar wechselfeuchtes Auengrünland umgewandelt. Qualmwasser ist Wasser, das bei Hochwasser unter dem Deich hindurch auf der Landseite an die Oberfläche drückt. Für den Ackerbau sind solche Flächen schwierig, denn sie stehen immer wieder unter Wasser. Für Auenwiesen dagegen ist genau das ideal.
Strukturreicher Wald
„Strukturreich“ heißt, dass nicht einfach eine Baumart in Reihen gepflanzt wurde. Es wachsen verschiedene Arten in unterschiedlichem Alter, mit Lichtungen, Sträuchern und Totholz. So entstehen viele Nischen für Tiere. Die Kleingewässer ergänzen den Wald und bieten Amphibien Laichplätze.
Geduld
Ein Auwald braucht Jahrzehnte, bis er wie ein Wald aussieht. Was heute noch wie eine junge Pflanzung wirkt, wird in einigen Jahrzehnten ein dichter Bestand sein. In der Nähe liegen Rühstädt und der Bälower Elbblick.
Aussichtspunkt Schloss Mělník