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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Abschnitt 5 von 7 · Barby bis Havelberg · 17 Stationen

Saale bis Havel

Magdeburg und das WasserstraßenkreuzAktualisiert am 10. Oktober 2026

Mit der Saale bekommt die Elbe bei Barby ihren zweitgrößten Nebenfluss. Kurz danach beginnt ein Abschnitt, in dem sich auf engem Raum besonders viel Wasserbau konzentriert: der Raum Magdeburg. Hier treffen Hochwasserschutz, Flussbegradigung, Hafengeschichte und moderne Kanalbauten zusammen.

Magdeburg mit Dom und der Hubbrücke über die Elbe aus der Luft
Magdeburg mit Dom und der Hubbrücke über die Elbe aus der Luft. Foto: Olivier Cleynen, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Ein Wehr für eine Stadt

Bei Pretzien steht seit 1875 ein Wehr, das bei normalem Wasser unscheinbar wirkt. Steigt die Elbe stark, werden seine Schützentafeln gezogen, und ein Teil des Hochwassers fließt durch den rund 25 Kilometer langen Umflutkanal an Schönebeck und Magdeburg vorbei. Dieses System hat die Stadt bei den großen Hochwassern von 2002 und 2013 vor noch höheren Wasserständen bewahrt. Am Pegel Magdeburg-Strombrücke, dem ältesten Pegel an der Elbe, wird seit 1727 gemessen.

Begradigt und vertieft

Im 18. Jahrhundert wurden bei Lostau, Biederitz und Rothensee mehrere Flussschleifen abgeschnitten. Die Elbe wurde dadurch um 11,3 Kilometer kürzer. Das erleichterte die Schifffahrt, hatte aber Folgen, die bis heute spürbar sind: Der Fluss gräbt sich tiefer ein. In Magdeburg selbst bilden Felsrippen wie der Domfelsen eine natürliche Schwelle, an der das Wasser fast doppelt so schnell fließt wie sonst im Stadtgebiet.

Hafen und Kanäle

Der Magdeburger Handelshafen ist heute ein kleines Freilichtmuseum mit Kettendampfer, Wippdrehkran und Hubbrücke. Nördlich der Stadt liegt das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Hier führt seit 2003 eine 918 Meter lange Trogbrücke den Mittellandkanal über die Elbe. Daneben stehen das stillgelegte Schiffshebewerk Rothensee von 1938 und eine Schleuse, die nie fertig wurde und heute als Winterhafen dient.

Weiter nach Norden

Flussab von Magdeburg fließt die Elbe durch die Altmark, vorbei an Tangermünde und Arneburg, bis zur Havelmündung bei Havelberg. Hier wird die Landschaft wieder weiter und ruhiger.

Unterwegs in diesem Abschnitt

In Magdeburg lassen sich viele Stationen an einem Tag zu Fuß oder mit dem Rad erreichen. Ein Rundgang vom Domfelsen über den Pegel an der Strombrücke bis zum Handelshafen mit dem Kettendampfer Gustav Zeuner zeigt die Stadt von ihrer Wasserseite. Für das Wasserstraßenkreuz und das Pretziener Wehr lohnt sich jeweils ein eigener Ausflug.

Karte des Abschnitts

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Alle 17 Stationen, flussab geordnet

  1. Mündung der SaaleGewässerbei Barby (Sachsen-Anhalt)
  2. Pretziener WehrBauwerkPretzien bei Schönebeck (Sachsen-Anhalt)
  3. Elbe-UmflutkanalBauwerkzwischen Pretzien und Biederitz (Sachsen-Anhalt)
  4. Salzblumenplatz in SchönebeckKunst und KulturSchönebeck (Elbe), Ortsteil Frohse
  5. Domfelsen in MagdeburgLandschaftMagdeburg, Altstadt
  6. Skulptur „Mechthild“ in MagdeburgKunst und KulturMagdeburg, Fürstenwall
  7. Pegel Magdeburg-StrombrückeWasserstandsmarkeMagdeburg, Strombrücke
  8. Hochwassermarke in MagdeburgWasserstandsmarkeMagdeburg, Altstadt
  9. Vollportal-Wippdrehkran im HandelshafenBauwerkMagdeburg, Handelshafen
  10. Kettendampfer Gustav ZeunerBauwerkMagdeburg, Handelshafen
  11. Hubbrücke im HandelshafenBauwerkMagdeburg, Handelshafen
  12. Schleuse Magdeburg (nicht fertiggestellt)BauwerkMagdeburg, westliches Elbufer
  13. Durchstich RothenseeLandschaftMagdeburg-Rothensee
  14. Durchstich LostauLandschaftLostau bei Möser (Sachsen-Anhalt)
  15. Schiffshebewerk RothenseeBauwerkMagdeburg-Rothensee
  16. Wasserstraßenkreuz MagdeburgBauwerknordöstlich von Magdeburg
  17. Trogbrücke über die ElbeBauwerkWasserstraßenkreuz Magdeburg