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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Elbe-Umflutkanal

Bauwerkzwischen Pretzien und Biederitz (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Östlich von Magdeburg zieht sich eine breite, meist trockene Rinne durch die Landschaft, begleitet von Deichen. Das ist der Elbe-Umflutkanal. Er ist rund 25 Kilometer lang und Teil des Hochwasserschutzsystems für Magdeburg und Schönebeck. Bei Hochwasser kann er etwa 30 Prozent der Elbfluten aufnehmen und weiträumig über Biederitz an den Städten vorbeiführen.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Ein Kanal, der meistens leer ist

Anders als ein Schifffahrtskanal führt der Umflutkanal die meiste Zeit kaum Wasser. Er besteht aus Wiesen, Gräben und Gehölzen zwischen zwei Deichen. Erst wenn das Pretziener Wehr gezogen wird, füllt er sich. Dann verwandelt sich die Wiesenlandschaft innerhalb von Stunden in einen breiten Strom.

Raum für den Fluss

Das Prinzip des Umflutkanals ist alt und modern zugleich: Statt die Deiche an der Elbe immer höher zu bauen, gibt man dem Wasser einen zweiten Weg. Heute spricht man von „Raum für den Fluss“. Gebaut wurde der Kanal zusammen mit dem Wehr in den 1870er Jahren, als Reaktion auf schwere Hochwasser in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Natur im Kanal

Weil der Kanal selten geflutet wird, ist er ein wertvoller Lebensraum. Feuchtwiesen, Altwasser und Gehölze bieten Platz für Vögel, Amphibien und Insekten. Auf den Deichen verlaufen Wege, die sich für Radtouren eignen.

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