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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Einlasswehr Neuwerben

Bauwerkbei Neuwerben (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Das Einlasswehr Neuwerben gehört zur Wehrgruppe Quitzöbel. Bei normalem Wasser bleibt es geschlossen. Bei einem großen Elbhochwasser aber wird es geöffnet, kurz bevor der Scheitel der Hochwasserwelle die Havelmündung erreicht. Dann strömt Elbwasser in die Havel und füllt den vorgesehenen Stauraum von bis zu sechs angrenzenden Flutungspoldern.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Den Scheitel kappen

Die Idee dahinter heißt „Scheitelkappung“. Eine Hochwasserwelle hat einen Höhepunkt, der oft nur wenige Stunden oder Tage dauert. Nimmt man gerade in dieser Zeit eine große Wassermenge aus dem Fluss, sinkt der Höchststand flussab spürbar. Für Orte wie Wittenberge, Lenzen oder Dömitz kann das den Unterschied zwischen gehaltenen und gebrochenen Deichen ausmachen.

Der richtige Moment

Entscheidend ist der Zeitpunkt. Öffnet man zu früh, sind die Polder schon voll, wenn der Scheitel kommt. Öffnet man zu spät, ist die Wirkung gering. Die Steuerung richtet sich deshalb nach Vorhersagen und nach den Werten flussab, vor allem am Pegel Wittenberge. 2002 und 2013 wurden die Polder auf diese Weise geflutet.

Polder

Polder sind eingedeichte Flächen, meist Wiesen und Äcker, die im Notfall gezielt überflutet werden. Die Eigentümer werden für Schäden entschädigt. Mehr zum Zusammenspiel der Anlagen bei der Wehrgruppe Quitzöbel.

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