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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Mündung der Havel

Gewässerbei Havelberg / QuitzöbelAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Bei Havelberg und Quitzöbel trifft die Havel auf die Elbe. Das flache Land rund um die Mündung war schon immer ein natürlicher Rückstau- und Entlastungsraum. Steigt die Elbe, drückt sie Wasser in die Havel zurück, und die weiten Niederungen laufen voll. Dieses Verhalten hat die Region geprägt und Generationen von Wasserbauern beschäftigt.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Eine Mündung auf Wanderschaft

Ursprünglich mündete die Havel etwa bei Elbkilometer 428,4. Zwischen 1771 und 1954 wurde ihre Mündung schrittweise um rund zehn Kilometer elbabwärts verlegt. Der Gedanke dahinter: Je weiter flussab die Havel in die Elbe fließt, desto niedriger steht dort das Elbwasser bei Hochwasser. So staut es weniger weit in die Havel zurück, und das Hochwasserrisiko für die Havelniederung sinkt.

Teil eines großen Systems

Die Verlegung war nur ein Baustein. Heute gehört die Havelmündung zu einem System aus Wehren, Kanälen und Poldern, das sowohl die Havel vor Elbhochwasser schützt als auch die Elbe bei Bedarf entlastet. Kern dieses Systems ist die Wehrgruppe Quitzöbel.

Landschaft

Das Mündungsgebiet gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Feuchtwiesen, Altarme und Auwaldreste bieten Lebensraum für Wiesenbrüter, Störche und Zugvögel. Im Frühjahr und Herbst rasten hier Tausende Gänse und Kraniche.

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