Mündung der Ohře (Eger)
Gewässerbei Litoměřice (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Litoměřice mündet die Ohře, auf Deutsch Eger, von links in die Elbe. Sie ist rund 300 Kilometer lang und damit einer der großen Nebenflüsse der Elbe in Böhmen. Ihre Quelle liegt in Bayern, im Fichtelgebirge unterhalb des Schneebergs auf rund 752 Metern Höhe, in einem Naturschutzgebiet.
Von Bayern nach Böhmen
Die Eger fließt aus dem Fichtelgebirge nach Osten, passiert die Stadt Cheb, die früher ebenfalls Eger hieß, und durchquert dann Westböhmen. Unterwegs speist sie Talsperren und durchfließt Kurorte, darunter Karlovy Vary, wo die Teplá in sie mündet. Kurz vor ihrer Mündung fließt sie an Terezín vorbei, dem früheren Theresienstadt.
Was die Eger mitbringt
Die Eger bringt Wasser aus dem Erzgebirgsvorland und aus Westböhmen mit. Bei Hochwasser kann sie die Elbe deutlich anschwellen lassen, auch wenn ihr Einfluss geringer ist als der der Moldau. Für den Hochwasserdienst in Sachsen sind ihre Pegelstände ein wichtiges Signal: Was hier steigt, kommt ein bis zwei Tage später in Dresden an.
In der Nähe
Litoměřice mit seinem großen Marktplatz liegt direkt am Zusammenfluss. Flussauf finden Sie die Hochwassermarken von Křešice, flussab die Schleuse Lovosice.