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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Hochwassermarken in Křešice bei Litoměřice

WasserstandsmarkeKřešice bei Litoměřice (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

In Křešice, einem Dorf kurz vor Litoměřice, trägt das Haus Nummer 19 eine ungewöhnliche Fassade. Neben der Tür sind Hochwassermarken aus mehr als hundert Jahren angebracht, von 1821 bis 1940. Und über dem Türbogen verläuft eine Linie, an der die helle Farbe in eine dunklere übergeht. Diese Linie hat niemand gemalt: Sie stammt vom Hochwasser 2002, das hier höher stand als alle früheren Fluten.

182119402002
Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Ein Haus als Archiv

Die alten Marken zeigen, dass das Dorf immer wieder überflutet wurde. Die Abstände zwischen den Ereignissen schwanken stark, manchmal lagen nur wenige Jahre dazwischen, dann wieder Jahrzehnte. Genau das macht Hochwasser so schwer greifbar: Wer zwanzig Jahre lang trockene Füße hatte, hält das Risiko leicht für gering.

Die Linie von 2002

Die Verfärbung über dem Türbogen ist eine unfreiwillige Hochwassermarke. Nasses Mauerwerk, Schlamm und Öl hinterlassen Spuren, die sich selbst nach dem Streichen wieder zeigen können. Viele Hausbesitzer an der Elbe haben solche Linien bewusst stehen lassen, als Erinnerung.

Lesetipp

Wie man Hochwassermarken richtig deutet und warum sie nur am selben Ort vergleichbar sind, erklärt der Beitrag Hochwassermarken lesen. Weitere Marken finden Sie in Dolní Beřkovice.

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