Hochwassermarken in Pillnitz
WasserstandsmarkeDresden-PillnitzAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Wer am Wasserpalais von Schloss Pillnitz die Mauer genauer betrachtet, entdeckt eingravierte Linien und Jahreszahlen. Es sind Hochwassermarken, die über Jahrhunderte angebracht wurden. Sie zeigen, wie weit die Elbe an diesem Prunkbau schon gestiegen ist. Die höchsten Stände wurden 1845 und 2002 erreicht.

Marken in Stein
Anders als viele Marken, die als Tafeln angeschraubt sind, wurden diese direkt in die Mauer gemeißelt. Damit sind sie besonders dauerhaft. Die Linien liegen teils weit über dem Sockel, teils knapp darüber. Wer sie liest, sieht nicht nur die großen Katastrophen, sondern auch die vielen mittleren Hochwasser, die in den Geschichtsbüchern kaum vorkommen.
1845 und 2002
Das Hochwasser vom März/April 1845 war ein Winterhochwasser: Eis und Schmelzwasser trafen zusammen, Eisgang zerstörte Brücken. Das Hochwasser im August 2002 war dagegen eine Sommerflut nach extremem Regen. Beide erreichten in Pillnitz ähnliche Höhen, aus völlig verschiedenen Gründen. Daran sieht man, dass es nicht „das“ typische Elbhochwasser gibt.
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Mehr zu den Ereignissen von 2002 im Beitrag Das Augusthochwasser 2002. Gleich nebenan steht der historische Pegel Pillnitz.
Pegel St. Pauli