Historischer Pegel Pillnitz
WasserstandsmarkeDresden-PillnitzAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Schloss Pillnitz liegt direkt an der Elbe. Vom Wasserpalais führt eine breite Freitreppe hinunter zum Fluss, über die einst die königliche Gesellschaft in Gondeln stieg. An dieser Treppe steht ein rekonstruierter historischer Lattenpegel. Er wurde von 1845 bis 1990 für die Schifffahrt genutzt.
Was ein Lattenpegel ist
Ein Lattenpegel ist die einfachste Form eines Pegels: eine Latte mit Zentimeterskala, an der man den Wasserstand mit bloßem Auge ablesen kann. Für Schiffer war das wichtig. Sie mussten wissen, wie tief das Fahrwasser ist, bevor sie Ladung aufnahmen oder eine flache Stelle passierten. An vielen Orten der Elbe gab es solche Pegel, die täglich abgelesen und gemeldet wurden.
Ein Pegel als Teil eines Schlosses
Der Pillnitzer Pegel ist ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich Wasserbau und Repräsentationsarchitektur zusammengehörten. Die Treppe war Anlegestelle und Prunkbau zugleich, der Pegel diente den Arbeitsschiffen. Heute erinnert die Rekonstruktion an diese Doppelrolle.
In der Nähe
Am selben Gebäude sind die Hochwassermarken des Wasserpalais eingraviert. Vor dem Schloss liegt die Pillnitzer Elbinsel.