Historischer Pegel in Labská
WasserstandsmarkeLabská bei Špindlerův Mlýn (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Kurz bevor die Elbe in die Talsperre Labská fließt, steht am Ufer ein kleines historisches Pegelhaus. Hier wird seit langer Zeit gemessen, wie viel Wasser aus dem Oberlauf kommt. Für die Steuerung der Talsperre und für Hochwasserwarnungen im Tal ist dieser Wert wichtig.
Zwei Zahlen, die man sich merken kann
Den höchsten bekannten Abfluss erreichte die Elbe hier am 29. Juli 1897 mit rund 195 Kubikmetern pro Sekunde. Zum Vergleich: An normalen Tagen sind es nur wenige Kubikmeter. Das letzte große Hochwasser trat am 7. August 2006 auf, mit rund 172 Kubikmetern pro Sekunde. Beide Ereignisse zeigen, wie stark ein kleiner Gebirgsfluss anschwellen kann, wenn Regen auf gesättigten Boden fällt.
Wasserstand und Abfluss
Ein Pegel misst zunächst den Wasserstand, also die Höhe der Oberfläche. Wie viel Wasser tatsächlich fließt, wird daraus über eine Abflusskurve berechnet, die durch Messungen geeicht ist. Mehr dazu, wie man Pegelangaben liest, erklärt unser Beitrag Pegel lesen.
Das Häuschen
Das Pegelhaus selbst ist ein schlichter Bau, wie es ihn an vielen Gebirgsflüssen Mitteleuropas gab. Heute übernehmen elektronische Sensoren die Messung und senden die Werte automatisch weiter. Das Gebäude erinnert an die Zeit, als ein Pegelbeobachter täglich vor Ort ablesen und notieren musste.