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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Pretziener Wehr

BauwerkPretzien bei Schönebeck (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am Beginn des Elbe-Umflutkanals steht ein Bauwerk, das bei normalem Wasserstand wenig spektakulär aussieht: ein langer Damm aus Sandstein mit neun Öffnungen, die durch Stahlplatten verschlossen sind. Das Pretziener Wehr wurde zwischen 1871 und 1875 im Bett der Alten Elbe gebaut. Es ist das größte Schützentafelwehr Europas und einer der wichtigsten Hochwasserschutzbauten an der Elbe.

Das Pretziener Wehr am Beginn des Elbe-Umflutkanals
Das Pretziener Wehr am Beginn des Elbe-Umflutkanals. Foto: FrankBothe, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wie es funktioniert

Der Damm ist rund 163 Meter lang. In seinen neun Öffnungen sitzen Schützentafeln, also Stahlplatten, die das Wasser zurückhalten. Steigt die Elbe am Pegel Barby auf etwa sechs Meter, werden die Tafeln gezogen. Dann strömt ein Teil des Hochwassers in den Umflutkanal und fließt an Schönebeck und Magdeburg vorbei. Bis alle Tafeln gezogen sind, vergehen mehrere Stunden.

Im Einsatz

Das Wehr wird nur bei großen Hochwassern gezogen, seit 1875 nur in vergleichsweise wenigen Jahren. Bei den Fluten von 2002 und 2013 hat es Magdeburg und Schönebeck vor noch höheren Wasserständen bewahrt. Wenn die Tafeln gezogen werden, kommen viele Schaulustige: Das Rauschen des Wassers durch die Öffnungen ist eindrucksvoll.

Erinnerung an die Erbauer

In Magdeburg ist den Erbauern des Wehrs eine Gedenktafel gewidmet. Darunter hängt eine Hochwassermarke von 2002. Das Wehr selbst ist von Pretzien aus gut zu erreichen und liegt am Elberadweg.

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