Vollportal-Wippdrehkran im Handelshafen
BauwerkMagdeburg, HandelshafenAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Im Magdeburger Handelshafen steht ein alter Kran auf hohen Stahlbeinen. Es ist ein Vollportal-Wippdrehkran, gebaut 1956 als geschweißte Stahlkonstruktion. Er konnte Lasten bis zu zehn Tonnen heben. Heute ist er außer Dienst und steht unter Denkmalschutz.
Was der Name bedeutet
Der Name beschreibt die Technik genau. „Vollportal“ heißt, dass der Kran auf einem Portal steht, unter dem Gleise hindurchführen. „Wipp“ bezeichnet den Ausleger, der sich auf und ab neigen kann, um die Reichweite zu verändern. „Dreh“ heißt, dass sich der ganze Oberbau drehen lässt. So konnte der Kran Güter vom Schiff aufnehmen und direkt auf Eisenbahnwagen absetzen, die unter ihm standen.
Auf Schienen
Der Kran konnte sich außerdem auf eigenen Schienen parallel zum Hafenbecken bewegen. So erreichte er jedes Schiff am Kai. Diese Bauart war in Binnenhäfen der Nachkriegszeit weit verbreitet, heute sind nur noch wenige erhalten.
Ein Hafen wird Stadtteil
Der Handelshafen hat seine Rolle als Güterumschlagplatz weitgehend verloren. An seinen Ufern entstehen Büros, Wohnungen und Kultureinrichtungen. Alte Kräne, Speicher und Brücken bleiben als Zeugen erhalten. In der Nähe liegen der Kettendampfer Gustav Zeuner und die Hubbrücke.