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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Seitenkanal Vraňany–Hořín

Bauwerkzwischen Vraňany und Hořín (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Die untere Moldau ist vor ihrer Mündung zu flach und zu kurvig für größere Schiffe. Deshalb wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kanal gebaut, der den Fluss abkürzt. Er beginnt am linken Moldauufer beim Wehr Vraňany, ist rund neun Kilometer lang und etwa 2,5 Meter tief. Am Ende steigen die Schiffe in der Schleuse Hořín zur Elbe ab.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Teil eines großen Programms

Um 1900 begannen Böhmen und das Habsburgerreich, Moldau und Elbe systematisch für die Schifffahrt auszubauen. Ziel war eine durchgehend befahrbare Verbindung von Prag über die Elbe bis Hamburg. Wehre, Schleusen und Kanäle wie dieser gehören zu diesem Programm. Viele der Anlagen stehen heute unter Denkmalschutz, auch der Seitenkanal.

Was Sie sehen

Der Kanal verläuft gerade und ruhig durch die flache Aue, begleitet von Baumreihen und einem Weg auf dem Damm. Gelegentlich gleitet ein Frachtschiff oder ein Ausflugsboot vorbei. Vom Schloss Mělník aus erkennen Sie die Linie des Kanals deutlich neben dem geschwungenen Altlauf der Moldau.

Tipp

Der Dammweg eignet sich gut für eine Radtour. Er verbindet den Zusammenfluss mit dem Moldautal Richtung Prag.

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