Schiffshebewerk Rothensee
BauwerkMagdeburg-RothenseeAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Das Schiffshebewerk Rothensee verbindet den Mittellandkanal mit dem Hafen und der Elbe in Magdeburg. Es wurde 1938 eingeweiht und überwindet einen durchschnittlichen Höhenunterschied von 16 Metern. Schiffe fuhren in einen wassergefüllten Trog, der dann samt Schiff gehoben oder gesenkt wurde.

Schwimmer statt Gegengewicht
Das Hebewerk arbeitet nach dem Schwimmerprinzip. Unter dem Trog stehen große, luftgefüllte Schwimmkörper in wassergefüllten Schächten. Ihr Auftrieb trägt das Gewicht des Trogs. Weil ein Schiff genau so viel Wasser verdrängt, wie es wiegt, ist der Trog mit oder ohne Schiff gleich schwer. Deshalb reicht vergleichsweise wenig Kraft, um ihn zu bewegen.
Stillgelegt, aber erhalten
2001 ging nebenan die Sparschleuse Rothensee in Betrieb. Sie kann größere Schiffe abfertigen und arbeitet unabhängig vom Elbwasserstand zuverlässiger. Seit 2006 ist das Hebewerk stillgelegt. Es steht als technisches Denkmal unter Schutz, und ein Verein kümmert sich um seinen Erhalt.
Teil des Wasserstraßenkreuzes
Das Hebewerk gehört zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Ganz in der Nähe überquert die Trogbrücke die Elbe.