Wasserstraßenkreuz Magdeburg
Bauwerknordöstlich von MagdeburgAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Nordöstlich von Magdeburg kreuzen sich drei Wasserstraßen: der Mittellandkanal aus dem Westen, die Elbe und der Elbe-Havel-Kanal nach Osten Richtung Berlin. Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg verbindet sie über mehrere Bauwerke. Es ist eine der bedeutendsten Anlagen der deutschen Binnenschifffahrt.
Die Bauwerke
Zum Kreuz gehören die Trogbrücke, die Sparschleuse Rothensee und das Schiffshebewerk Rothensee, die Doppelsparschleuse Hohenwarthe, die Schleuse Niegripp und die verbindenden Kanalstrecken. Jedes dieser Bauwerke hat eine eigene Aufgabe: über die Elbe hinweg, zur Elbe hinunter oder vom Kanal in den Hafen.
Warum ein Kreuz?
Früher mussten Schiffe, die vom Mittellandkanal nach Berlin wollten, über das Hebewerk zur Elbe absteigen, ein Stück auf dem Fluss fahren und bei Niegripp wieder in den Kanal einfahren. Bei Niedrigwasser war die Elbe dafür oft zu flach. Die Trogbrücke, 2003 eröffnet, macht diesen Umweg überflüssig. Die Idee dazu ist aber viel älter: Schon in den 1930er Jahren wurde mit dem Bau begonnen, der Krieg stoppte ihn.
Besuch
Das Kreuz ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt ein Informationszentrum, Aussichtspunkte und Wege entlang der Kanäle. Besonders eindrucksvoll ist der Moment, wenn ein Frachtschiff hoch über der Elbe die Trogbrücke überquert.