Wehr Gnevsdorf
BauwerkGnevsdorf (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Gnevsdorf steht ein Wehr am Ende eines künstlichen Gewässers, des Gnevsdorfer Vorfluters. Mit dem Bau dieses rund zehn Kilometer langen Kanals wurde 1937 begonnen, um die Havelniederung bei Hochwasser zu entlasten. Das Wehr selbst entstand im Zuge dieser Arbeiten 1954. Mit einer Stauhöhe von 4,5 Metern gehört es zu den größten Wehren im Land Brandenburg.
Lange Bauzeit
Zwischen Baubeginn und Fertigstellung liegen fast zwei Jahrzehnte. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Arbeiten, danach musste das Projekt unter neuen politischen Verhältnissen fortgesetzt werden. Dass es trotzdem vollendet wurde, zeigt, wie dringend der Hochwasserschutz für die Havelniederung war.
Was das Wehr tut
Das Wehr regelt den Abfluss aus dem Vorfluter in die Elbe. Steht die Elbe niedrig, kann die Havel über den Vorfluter frei abfließen. Steigt die Elbe, wird das Wehr geschlossen, damit kein Elbwasser in den Kanal zurückdrückt. Zusammen mit den Wehren bei Quitzöbel und Neuwerben bildet es ein steuerbares System.
In der Nähe
Gleich daneben liegt die Mündung des Gnevsdorfer Vorfluters. Wenige Kilometer weiter liegt Rühstädt, das Storchendorf.
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