Zum Inhalt
Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Biosphärenreservat-Zentrum Rühstädt

Kunst und KulturRühstädt (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Rühstädt ist ein kleines Dorf in der Prignitz mit einem großen Ruf: Hier nisten in manchen Jahren bis zu 40 Weißstorchpaare. Kaum ein Dach im Ort ohne Nest. Rühstädt trägt deshalb den Titel „Europäisches Storchendorf“. Im Ort befindet sich ein Besucherzentrum des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe mit der Ausstellung „Weltenbummler Adebar“.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Warum gerade hier?

Störche brauchen feuchte Wiesen mit vielen Fröschen, Insekten, Mäusen und Regenwürmern. Die Elbaue rund um Rühstädt bietet das: regelmäßig überflutete Wiesen, Gräben und Tümpel. Die Hochwasser, die für Menschen ein Risiko sind, schaffen für den Storch die Nahrungsgrundlage. Dazu kommen hohe Dächer und Masten als Nistplätze.

Die Ausstellung

„Weltenbummler Adebar“ erklärt das Leben der Störche, ihre Zugwege nach Afrika und die Gefahren, denen sie unterwegs begegnen. Viele Rühstädter Störche ziehen über die Ostroute über den Bosporus und den Nahen Osten bis ins östliche und südliche Afrika. Im Frühjahr kehren sie zurück, oft auf dasselbe Nest.

Wann besuchen?

Die beste Zeit ist von April bis August, wenn die Störche brüten und Junge aufziehen. Im Juli sind die Nester am vollsten. In der Nähe liegen die Auwaldentwicklung Geißbreite und der Bälower Elbblick.

Ähnliche Orte an der Elbe