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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Durchstich Gallin

LandschaftGallin bei Zahna-Elster (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Östlich von Lutherstadt Wittenberg, bei Gallin, wurde 1868 ein künstlicher Durchstich angelegt. Wie an vielen Stellen der Elbe schnitt man eine Flussschlinge ab, um den Lauf zu verkürzen und die Schifffahrt zu erleichtern. Die Geschichte dieses Abschnitts zeigt aber auch, was passiert, wenn ein Fluss lange sich selbst überlassen bleibt.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Jahrzehnte ohne Pflege

Zwischen 1949 und 1990 lagen beide Ufer in militärischem Sperrgebiet. Unterhaltung im üblichen Sinn fand hier kaum statt. Die Ufer waren der Erosion ausgesetzt, die Strömung trug Material ab, und die Fahrrinne verlagerte sich. Nach 1990 musste der Abschnitt neu gesichert werden.

Buhnen und Leitwerk

Heute halten Buhnen und ein Uferleitwerk die Fahrrinne frei. Buhnen sind Dämme aus Steinschüttungen, die quer zur Strömung ins Wasser ragen. Sie lenken den Fluss in die Mitte und sorgen dort für mehr Tiefe. Ein Leitwerk verläuft dagegen parallel zum Ufer und führt die Strömung. Zwischen den Bauwerken entstehen ruhige Buchten mit Sandbänken, die Fischen und Vögeln als Ersatzlebensraum dienen.

Was Sie sehen

Bei niedrigem Wasser ragen die Buhnenköpfe als Reihe von Steinzungen aus der Elbe. Zwischen ihnen liegen kleine Strände. Das Bild ist typisch für die Mittelelbe zwischen Wittenberg und Magdeburg. Flussab erreichen Sie den Pegel Lutherstadt Wittenberg.

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