Mündung der Gottleuba
GewässerPirna (Sachsen)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
In Pirna mündet von links die Gottleuba in die Elbe. Der Fluss ist rund 33,9 Kilometer lang. Er hat zwei Quellbäche, die beide im böhmischen Teil des Osterzgebirges entspringen, südlich des Dorfes Krásný Les (Schönwald): den Rybný potok (Fischbach) im Osten und den Schönwalder Bach im Westen.
Ein Fluss mit vielen Fluten
Die Gottleuba ist ein typischer Gebirgsfluss: meist klein und harmlos, nach Starkregen aber gefährlich schnell. Für die letzten fünfhundert Jahre sind über fünfzig Hochwasser belegt. Besonders schwer waren die Ereignisse von 1897, 1927, 1957, 1958 und 2002. Im August 2002 kam die Flutwelle der Gottleuba in Pirna an, noch bevor die Elbe ihren Scheitel erreichte. Die Stadt wurde so von zwei Seiten getroffen.
Eine verlegte Mündung
Ursprünglich floss die Gottleuba durch das Stadtzentrum von Pirna. Ihre Mündung wurde künstlich verlegt und liegt heute in der Nähe des Bahnhofs. Damit sollte die Altstadt entlastet werden. Oberhalb von Pirna wurden in den vergangenen Jahrzehnten zudem Rückhaltebecken gebaut, die Hochwasserspitzen abfangen.
In der Nähe
Gleich flussab liegt das Gelände, auf dem in den 1930er Jahren ein großes Speicherbecken geplant war. In Pratzschwitz mündet die Wesenitz.
Tideelbe