Pudlava-Wasserfall
GewässerElbgrund, Riesengebirge (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Am linken Hang des Elbgrunds fällt die Pudlava, ein kleiner Nebenbach der Elbe, über die Felswand ins Tal. Rund 128 Meter beträgt die Höhe dieses Wasserfalls. Damit steht er dem bekannteren Pantschenfall auf der anderen Talseite kaum nach, bekommt aber nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit.
Am besten nach der Schneeschmelze
Die Pudlava führt nicht viel Wasser. Im Frühsommer, wenn auf den Hochflächen der Schnee taut, ist der Fall gut zu sehen: ein heller Streifen, der sich zwischen Felsrippen und Latschen hinunterzieht. Im Spätsommer bleibt oft nur ein schmaler, nasser Strich an der Wand. Wer den Elbgrund im Mai oder Juni durchwandert, hat die besten Chancen auf einen eindrucksvollen Anblick.
Ein Tal voller Hängebäche
Dass im Elbgrund so viele Bäche als Wasserfälle enden, liegt an seiner Entstehung. Eiszeitliche Gletscher haben den Talboden tiefer ausgehobelt als die Seitentäler. Die kleinen Zuflüsse erreichen den Grund deshalb nicht allmählich, sondern über eine Steilstufe. Auf wenigen Kilometern reihen sich so Elbfall, Pantschenfall, Pudlava und der Wasserfall der Kleinen Elbe aneinander.
Praktisch
Der Wasserfall ist vom markierten Weg im Talgrund aus zu sehen. Ein Zugang zur Wand selbst existiert nicht und wäre im Nationalpark auch nicht erlaubt.
Tideelbe