Tideelbe
GewässerGeesthacht bis CuxhavenAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Unterhalb des Wehrs Geesthacht beginnt eine andere Elbe. Hier spürt der Fluss die Gezeiten der Nordsee. Zweimal am Tag steigt das Wasser, zweimal fällt es. Dieser Teil des Flusses heißt Tideelbe. Er reicht vom Wehr Geesthacht rund 120 Kilometer bis zur Mündung bei Cuxhaven.

Tidenhub
Den Unterschied zwischen mittlerem Niedrigwasser und mittlerem Hochwasser nennt man Tidenhub. An der Mündung bei Cuxhaven beträgt er rund 2,95 Meter. In Hamburg am Pegel St. Pauli ist er mit rund 3,65 Meter größer. Selbst in Geesthacht, weit im Binnenland, sind es noch etwa 2,5 Meter. Dass der Tidenhub flussauf zunächst wächst, hat mit der Form des Flusses zu tun: Die Flutwelle wird im sich verengenden Trichter zusammengedrückt und läuft höher auf.
Ein Fluss, der sich verändert hat
Der Tidenhub in Hamburg war nicht immer so groß. Durch die Vertiefungen der Fahrrinne für immer größere Containerschiffe ist er im Lauf des 20. Jahrhunderts deutlich gestiegen. Die Flut kommt schneller und höher, die Ebbe fällt tiefer. Das hat Folgen für Ufer, Sedimente und Lebensräume.
Das Wehr Geesthacht
Die Staustufe Geesthacht wurde 1960 in Betrieb genommen. Sie hält die Tide vom Oberlauf fern und sichert die Wasserstände für die Schifffahrt oberhalb. Eine große Fischtreppe ermöglicht Wanderfischen den Weg flussauf. Mehr über die Zahlen der Elbe lesen Sie im Beitrag Die Elbe in Zahlen.