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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Die Elbe in Zahlen

WissenAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

1.094 Kilometer, zwei Länder, zwei Kilometerzählungen und ein Tidenhub von über drei Metern: die wichtigsten Zahlen zur Elbe auf einen Blick.

Zusammenfluss von Moldau und Elbe bei Mělník
Zusammenfluss von Moldau und Elbe bei Mělník. Foto: RomanM82, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die Elbe entspringt im Riesengebirge in Tschechien und mündet bei Cuxhaven in die Nordsee. Ihre Länge wird mit rund 1.094 Kilometern angegeben. Davon liegen etwa 370 Kilometer in Tschechien und rund 727 Kilometer in Deutschland. Damit gehört sie zu den längsten Flüssen Mitteleuropas.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Elbe, also die Fläche, deren Wasser in den Fluss gelangt, umfasst rund 148.000 Quadratkilometer. Etwa zwei Drittel liegen in Deutschland, ein Drittel in Tschechien. Kleine Anteile entfallen auf Österreich und Polen. Die wichtigsten Nebenflüsse sind die Moldau, die Saale, die Havel, die Mulde, die Eger und die Schwarze Elster.

Abfluss

Wie viel Wasser die Elbe führt, schwankt stark. In Dresden fließen im Mittel gut 300 Kubikmeter pro Sekunde. Am Pegel Neu Darchau, der als letzter Pegel vor der Tidegrenze gilt, sind es im Mittel gut 700 Kubikmeter. Bei extremen Hochwassern kann sich diese Menge mehr als verzehnfachen, in trockenen Sommern sinkt sie auf einen Bruchteil.

Zwei Kilometerzählungen

An der Elbe gibt es zwei getrennte Kilometrierungen. In Tschechien beginnt die Zählung für die Schifffahrt am Zusammenfluss mit der Moldau in Mělník. Flussauf wird negativ gezählt bis Chvaletice bei Kilometer −102,15, flussab positiv bis zur Grenze bei Kilometer 109,27.

In Deutschland beginnt die Zählung an der Grenze bei Kilometer 0. Dresden liegt etwa bei Kilometer 55, Magdeburg bei gut 325, die Havelmündung um 438, das Wehr Geesthacht bei rund 586 und die Kugelbake in Cuxhaven bei rund 727,7. Für die Schifffahrt geht die Zählung in der Außenelbe weiter, die Leuchttonne Elbe liegt bei Kilometer 769,4.

Staustufen

In Tschechien ist die Elbe zwischen Pardubice und Ústí nad Labem durch zahlreiche Staustufen geregelt. Die letzte ist Střekov in Ústí. In Deutschland gibt es nur eine einzige Staustufe im Hauptstrom: Geesthacht oberhalb von Hamburg. Dazwischen fließt die Elbe über rund 600 Kilometer frei. Das ist für einen großen Fluss in Mitteleuropa außergewöhnlich.

Tide

Unterhalb von Geesthacht ist die Elbe ein Tidefluss. Der mittlere Tidenhub beträgt in Cuxhaven rund 2,95 Meter, in Hamburg-St. Pauli rund 3,65 Meter und in Geesthacht noch etwa 2,5 Meter.

Geschichte in Zahlen

Zwischen 1684 und 1934 wurde die Elbe durch Durchstiche um insgesamt rund 48 Kilometer verkürzt. Der älteste Pegel an der Elbe, Magdeburg-Strombrücke, wird seit 1727 abgelesen. Der höchste je gemessene Wasserstand in Dresden lag am 17. August 2002 bei 9,40 Metern.