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Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Mündung der Moldau

GewässerMělník (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Bei Mělník trifft die Moldau (Vltava) auf die Elbe. Das Erstaunliche an dieser Mündung ist das Verhältnis der beiden Flüsse: Die Moldau hat bis hierher rund 433 Kilometer zurückgelegt, die Elbe erst etwa 259. Auch an Wasser bringt die Moldau im Mittel mehr mit. Nach geografischer Logik könnte man also sagen, die Elbe münde in die Moldau. Die Namensgebung folgt aber der Tradition, nicht der Statistik.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Die Moldau im Überblick

Die Moldau entspringt im Böhmerwald (Šumava) am Osthang des Schwarzen Berges auf rund 1.172 Metern Höhe. Sie fließt durch Südböhmen, wird in mehreren großen Talsperren aufgestaut, darunter Lipno und Orlík, und durchquert dann Prag. Danach sind es noch rund 40 Kilometer bis Mělník.

Bedeutung bei Hochwasser

Für Höhe und Dauer der Elbhochwasser ist die Moldau entscheidend. Ihr Einzugsgebiet ist groß und reicht weit nach Süden. Im August 2002 kam ein großer Teil der Hochwasserwelle, die später Dresden traf, aus dem Moldaugebiet. Die Talsperren der sogenannten Moldaukaskade können eine Welle dämpfen, aber nicht vollständig aufhalten.

Am Ufer

Den Zusammenfluss erleben Sie am besten von oben, vom Aussichtspunkt am Schloss. Unten am Ufer führen Radwege an beiden Flüssen entlang. Mehr über das Hochwasser 2002 lesen Sie im Beitrag Das Augusthochwasser 2002.

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