Mündung der Stepenitz
GewässerWittenberge (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
In Wittenberge mündet die Stepenitz in die Elbe. Der Fluss ist rund 86 Kilometer lang und hat eine Besonderheit: Er ist der einzige Fluss in Brandenburg, der frei in die Elbe mündet, ohne Schöpfwerk und ohne Wehr. Fische können ungehindert zwischen Elbe und Stepenitz wandern.
Lachse in der Prignitz
Das hat Folgen. In der Stepenitz wurden Lachs und Meerforelle wieder angesiedelt, und das mit Erfolg. Beide Arten wandern zum Laichen aus dem Meer flussauf. Sie brauchen dafür freie Wanderwege und saubere, kiesige Laichplätze. Die Stepenitz bietet beides. Seit einigen Jahren kehren wieder Lachse aus der Nordsee über die Elbe hierher zurück.
Die Kleine Flussmuschel
Im Flusssystem der Stepenitz lebt eines der größten Vorkommen der Kleinen Flussmuschel in Deutschland. Diese Muschel ist stark gefährdet. Sie braucht sauerstoffreiches, sauberes Wasser und Fische als Wirte für ihre Larven. Ihr Vorkommen spricht für die Qualität des Gewässers.
Ein Vorbild
Die Stepenitz zeigt, was möglich ist, wenn Flüsse durchgängig bleiben. An vielen anderen Nebenflüssen der Elbe versperren Wehre den Fischen den Weg. Fischtreppen helfen, ersetzen aber keine freie Mündung. Gleich nebenan liegt der Pegel Wittenberge.
Elbquelle