Schlucht und Wehr in Vrchlabí
LandschaftVrchlabí (Hohenelbe), CZAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Am südlichen Rand von Vrchlabí verengt sich das Tal der Elbe noch einmal zu einer kleinen Schlucht. Die Flussenge ist als Naturdenkmal geschützt. In ihr stehen ein Wehr und eine kleine Wassermühle. Natur und Nutzung liegen hier so nah beieinander wie an kaum einer anderen Stelle des Oberlaufs.
Warum hier eine Mühle steht
Mühlen brauchten Gefälle. Eine natürliche Engstelle, an der der Fluss ohnehin schneller fließt, war ein idealer Standort. Ein Wehr staute das Wasser an, ein Kanal leitete es zum Mühlrad. Solche Anlagen waren über Jahrhunderte die wichtigste Energiequelle im ländlichen Böhmen. Sie mahlten Getreide, sägten Holz und trieben Hämmer an.
Naturdenkmal
Geschützt ist die Schlucht wegen ihrer Felsformationen und der Vegetation an den feuchten, schattigen Hängen. Dass ein Bauwerk in einem Naturdenkmal steht, ist kein Widerspruch: Das Wehr gehört seit langer Zeit zum Bild der Schlucht.
In der Nähe
Gleich nebenan steht die Kapelle der heiligen Anna. Wenige hundert Meter flussab erreichen Sie die Brücke in Vrchlabí.
Aussichtspunkt Schloss Mělník