Wildrettungshügel Mödlich
LandschaftMödlich bei Lenzen (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Mödlich, flussab von Lenzen, liegen in der Aue einige künstliche Hügel. Es sind Wildrettungshügel: Aufschüttungen mit einer hochwasserfreien Fläche von fünf bis zwanzig Metern Durchmesser. Wenn die Elbe über die Ufer tritt, finden hier Biber, Rehe, Hasen und andere Wildtiere einen trockenen Ruheplatz.
Schutz für Tiere und Deiche
Die Hügel haben einen doppelten Nutzen. Sie retten Tiere, die sonst ertrinken würden. Und sie schützen die Deiche. Biber, die bei Hochwasser keinen trockenen Platz finden, flüchten auf die Deiche und graben sich dort ein. Ihre Baue können einen Deich schwächen, im schlimmsten Fall bis zum Bruch. Auf den Hügeln wächst deshalb ein abwechslungsreiches Angebot an Nahrungspflanzen, das die Biber anlockt.
Der Biber an der Elbe
Der Elbebiber war in Deutschland fast ausgestorben. Nur an der Mittelelbe überlebte eine kleine Population. Von hier aus hat er sich in den vergangenen Jahrzehnten wieder über große Teile Deutschlands ausgebreitet. Heute ist er an der Elbe wieder häufig, und mit ihm kommen die Konflikte mit Landwirtschaft und Hochwasserschutz zurück.
Beobachten
Biber sind dämmerungs- und nachtaktiv. Ihre Spuren sehen Sie aber auch tagsüber: angenagte Bäume, Rutschen am Ufer, Burgen aus Ästen. In der Nähe liegt die Burg Lenzen mit dem Besucherzentrum.