Eldenburger Polder
Landschaftbei Lenzen (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
An der Löcknitz, einem 66 Kilometer langen rechten Nebenfluss der Elbe, liegt der Eldenburger Polder. In den 1970er Jahren wurden hier Flächen des Naturschutzgebiets Löcknitztal-Altlauf eingedeicht, um einen 175 Hektar großen Polder für den Hochwasserschutz zu schaffen.
Ein Polder im Schutzgebiet
Ein Polder ist eine eingedeichte Fläche, die bei Hochwasser gezielt geflutet werden kann. Im Eldenburger Polder kann Wasser zurückgehalten werden, wenn Elbe und Löcknitz gleichzeitig hoch stehen. Dass er in einem Naturschutzgebiet liegt, ist kein Widerspruch: Feuchtgebiete profitieren von gelegentlicher Überflutung.
Die alte Löcknitz
Der Name „Löcknitztal-Altlauf“ verrät, dass die Löcknitz hier früher anders floss. Ihre Mündung wurde in den 1970er Jahren weit flussab verlegt. Der alte Lauf blieb als stilles Gewässer erhalten und ist heute ein wertvoller Lebensraum für Wasserpflanzen, Libellen und Vögel.
DDR-Wasserbau
Viele Anlagen in diesem Abschnitt stammen aus DDR-Zeiten. Die Region lag damals im Grenzgebiet an der Elbe. Der Wasserbau diente sowohl dem Hochwasserschutz als auch der Landwirtschaft. Mehr zur Verlegung der Löcknitzmündung an der Station Mündung Löcknitz.