Hafengebiet Waltershof
LandschaftHamburg-WaltershofAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 traf Hamburg die schwerste Flutkatastrophe seiner neueren Geschichte. Etwa 120 Quadratkilometer des Stadtgebiets standen unter Wasser. Besonders betroffen waren die tief liegenden Stadtteile südlich der Elbe. Einer davon war Waltershof.
Ein Stadtteil verschwindet
Nach der Flut wurde Waltershof als Wohnort aufgegeben. Die Häuser wurden nicht wieder aufgebaut, die Bewohner zogen weg. Das Gebiet wurde stattdessen dem Hafen zugeschlagen. Heute liegen hier große Containerterminals mit Brücken, Kränen und Stapelflächen. Wer den Stadtteil nicht kennt, ahnt nicht, dass hier einmal Menschen gewohnt haben.
Die Flut von 1962
Ein Orkantief drückte das Wasser der Nordsee in die Elbmündung. Die Deiche in Hamburg waren vielerorts zu niedrig und in schlechtem Zustand. Sie brachen an vielen Stellen, mitten in der Nacht. Über 300 Menschen starben in Hamburg. Die Katastrophe veränderte den Küstenschutz grundlegend: Deiche wurden erhöht, Sperrwerke gebaut, Warnsysteme eingerichtet.
Erinnern
An die Flut erinnern Gedenksteine und Flutmarken an vielen Orten in Hamburg. Wie sich die Stadt heute schützt, zeigen die Hochwasserschutzanlagen und das Sperrwerk an der Este.