Hochwasserschutzanlagen Hamburg
BauwerkHamburg, InnenstadtAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Wer an der Hamburger Elbe spazieren geht, läuft oft auf oder neben dem Hochwasserschutz, ohne es zu merken. Die öffentlichen Hochwasserschutzanlagen der Stadt haben eine Gesamtlänge von rund 100 Kilometern. Besonders umfangreich sind sie in der Innenstadt zwischen Oberbaumbrücke und Fischmarkt.
Mauern, Deiche, Tore
Der Schutz besteht aus verschiedenen Teilen. Am Stadtrand sind es grüne Deiche. In der Innenstadt, wo kein Platz für Deiche ist, sind es Mauern, erhöhte Promenaden und Flutschutztore. Viele Tore stehen das ganze Jahr offen und werden nur bei Sturmflut geschlossen. An den Landungsbrücken und am Baumwall sind die Anlagen so gestaltet, dass sie als Promenade und Treppe dienen.
Die Lehre von 1962
Den Anstoß für den heutigen Schutz gab die Sturmflut vom Februar 1962. Damals brachen in Hamburg die Deiche, rund ein Sechstel der Stadtfläche wurde überflutet, und über 300 Menschen kamen ums Leben. Danach wurden die Anlagen erhöht, verstärkt und geschlossen. Seither werden sie regelmäßig angepasst, auch mit Blick auf den steigenden Meeresspiegel.
In der Nähe
Gleich nebenan liegt der Pegel St. Pauli an den Landungsbrücken. Die Folgen der Flut von 1962 zeigt das Hafengebiet Waltershof.
Schiffshebewerk Rothensee