Mündung der Löcknitz
GewässerWehningen bei DömitzAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Bei Wehningen in Mecklenburg, unterhalb von Dömitz, mündet die Löcknitz in die Elbe. Der Fluss ist rund 66 Kilometer lang und kommt aus der Prignitz. Ihre heutige Mündung ist künstlich: In den 1970er Jahren wurde sie um zwölf Kilometer flussab bis Wehningen verlegt.
Warum verlegen?
Das Prinzip kennen Sie vielleicht von der Havel: Je weiter flussab ein Nebenfluss mündet, desto niedriger steht dort bei Hochwasser die Elbe. Das Wasser des Nebenflusses kann besser abfließen, und der Rückstau in sein Tal wird kleiner. Für die Niederung der Löcknitz bedeutete die Verlegung einen besseren Schutz vor Elbhochwasser.
Dömitz
Wenige Kilometer flussauf liegt Dömitz mit seiner Festung aus dem 16. Jahrhundert. Nahe der Festung, an einem alten Seitenkanal der Elbe, steht eine Steinschleuse, die zwischen 1568 und 1572 gebaut wurde. Sie ist ein frühes Zeugnis des Wasserbaus in der Region. In Dömitz mündet außerdem die Müritz-Elde-Wasserstraße in die Elbe.
Grenzfluss
Bis 1990 verlief die innerdeutsche Grenze auf diesem Abschnitt in der Elbe. Die Ufer auf mecklenburgischer Seite waren Sperrgebiet. Heute erinnert daran wenig. Die Landschaft hat sich zu einem Naturparadies entwickelt, in dem Seeadler, Kraniche und Biber leben. In der Nähe liegt der Eldenburger Polder.
Tideelbe