Zum Inhalt
Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Messstation Cumlosen

BauwerkCumlosen (Brandenburg)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am rechten Elbufer bei Cumlosen in der Prignitz steht eine automatische Messstation für die Gewässergüte. Sie wurde 1989 in Betrieb genommen. Rund um die Uhr entnimmt sie Wasser aus der Elbe und misst unter anderem Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und Trübung. Die Entnahmestelle liegt im Mittel 1,5 Meter unter der Wasseroberfläche.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Warum man das Wasser misst

Die Elbe war in den 1980er Jahren einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Europas. Abwässer aus Chemie, Zellstoff und Bergbau in der DDR und der Tschechoslowakei flossen weitgehend ungeklärt in den Fluss. Fische starben, Baden war undenkbar. Messstationen wie Cumlosen sollten diese Belastung erfassen und Veränderungen früh erkennen.

An der Grenze

1989 lag Cumlosen noch an der innerdeutschen Grenze, die hier in der Elbe verlief. Das Wasser, das hier gemessen wurde, floss weiter nach Niedersachsen und Hamburg. Die Daten waren deshalb auch politisch von Bedeutung. Nach 1990 verbesserte sich die Wasserqualität rasch, weil viele Betriebe schlossen und Kläranlagen gebaut wurden.

Heute

Die Station gehört zu einem Netz von Messstellen an der Elbe, deren Daten in die Überwachung durch die Länder und die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe einfließen. Ganz in der Nähe liegt die Auwaldentwicklung Müggendorf.

Ähnliche Orte an der Elbe