Zum Inhalt
Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Weißes Wallwachhaus

Bauwerkbei Rehsen, Wörlitzer Gartenreich (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am Deich bei Rehsen steht ein kleines weißes Haus mit rotem Dach. Es ist das Weiße Wallwachhaus, das jüngste der Wallwachhäuser im Wörlitzer Gartenreich. Gebaut wurde es erst um 1900, mehr als hundert Jahre nach den ersten Wachhäusern. 2004 wurde es saniert.

Das Weiße Wallwachhaus am Deich bei Rehsen
Das Weiße Wallwachhaus am Deich bei Rehsen. Foto: M_H.DE, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wozu Wallwachhäuser dienten

Die Wallwachhäuser waren Teil eines Beobachtungs- und Warnsystems entlang des Elbdeichs. Bei Hochwasser bezogen hier Wachmannschaften Quartier. Sie kontrollierten den Deich Tag und Nacht, meldeten Sickerstellen und Schäden und begannen sofort mit der Sicherung. Im Haus lagerten Werkzeuge, Säcke und Material. Die Häuser standen in Sichtweite zueinander, so dass sich die Wachen verständigen konnten.

Ein System, kein Einzelbau

Was das Wörlitzer Gartenreich besonders macht, ist die Verbindung von Hochwasserschutz und Landschaftskunst. Die älteren Wallwachhäuser wurden von bekannten Architekten entworfen und sind kleine Kunstwerke. Das Weiße Wallwachhaus ist schlichter, folgt aber derselben Aufgabe. Es zeigt, dass das System noch um 1900 erweitert wurde und lange in Gebrauch war.

Weiter

Die ganze Reihe der Wachhäuser lässt sich gut mit dem Rad abfahren. Westlich folgen das Wallwachhaus Rehsen, Helle Eichen und der Limesturm.

Ähnliche Orte an der Elbe