Wallwachhaus Limesturm
Bauwerkam Schönitzer See, Wörlitzer Gartenreich (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Am Rand des Schönitzer Sees steht der Limesturm. Sein Name spielt auf die Wachtürme am römischen Limes an, der Grenzbefestigung des Römischen Reiches. Er gehört zu den Wallwachhäusern, die nach dem verheerenden Hochwasser von 1770/71 entlang des Elbdeichs entstanden. Als Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz zählt er heute zum UNESCO-Welterbe.
Fürst Franz und Erdmannsdorff
Hinter den Wallwachhäusern stehen zwei Namen: Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817), genannt „Vater Franz“, und sein Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff (1736–1800). Gemeinsam schufen sie das Gartenreich, eine Landschaft, in der Nützliches und Schönes zusammengehören sollten. Deiche, Wachhäuser und Wege waren nicht nur Technik, sondern Teil eines Gesamtkunstwerks.
Antike am Deich
Der Rückgriff auf die Antike war im Klassizismus typisch. Erdmannsdorff hatte Italien bereist und brachte von dort Formen und Ideen mit. Ein Wachhaus, das nach einem Turm am römischen Limes benannt ist, verbindet die Aufgabe des Wachens mit einem gebildeten Augenzwinkern.
In der Nähe
Wenige Schritte entfernt steht der Warnaltar Proteusstein. Weiter westlich folgen das Rote Wallwachhaus und das Wachhaus zum Pferde.
Sperrwerk Estemündung