Zum Inhalt
Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Hochwassermarken am Deichsiel Schönitz

Wasserstandsmarkeam Schönitzer See, Wörlitzer Gartenreich (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am Deichsiel Schönitz hängen zwei Hochwassermarken, eine von 1845 und eine von 2002. Beide wurden 2005 saniert und sind gut lesbar. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über 157 Jahre Hochwasserschutz im Gartenreich.

184520022005
Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Zwei Fluten, zwei Landschaften

1845 sah die Elbaue anders aus als 2002. Die Deiche waren niedriger, viele Flächen lagen noch als Überschwemmungsgebiet vor den Dämmen. 2002 standen höhere Deiche, aber auch mehr Häuser und Straßen in der Aue. Wenn die Marken trotzdem auf ähnlicher Höhe liegen, liegt das an mehreren Dingen: an der Größe der Hochwasserwelle selbst, aber auch daran, dass Deiche das Wasser zusammenhalten, das sich früher in die Breite verteilen konnte.

Was eine Marke nicht zeigt

Eine Hochwassermarke zeigt den höchsten Wasserstand an einem Punkt. Sie sagt nichts darüber, wie lange das Wasser stand, wie schnell es kam oder welche Schäden es anrichtete. 1845 kam das Hochwasser im Frühjahr mit Eisgang, 2002 im Sommer nach Starkregen. Für die Menschen vor Ort waren das sehr unterschiedliche Ereignisse. Mehr dazu im Beitrag Hochwassermarken lesen.

In der Nähe

Das Deichsiel Schönitz selbst zeigt mit seinen Pegelmarken den Unterschied zwischen Fluss- und Binnenseite.

Ähnliche Orte an der Elbe