Hochwassermarken von 1981 in Dresden
WasserstandsmarkeDresden-Altstadt, Brühlsche TerrasseAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
An der Brühlschen Terrasse, dem „Balkon Europas“ über der Elbe, sind zwei Hochwassermarken aus dem Jahr 1981 angebracht. Sie erinnern an zwei Fluten im selben Jahr: am 15. März und am 23. Juli. Das Sommerhochwasser war das stärkere. Nach starken Niederschlägen in Böhmen stieg die Elbe am 23. Juli 1981 auf 6,83 Meter am Pegel Dresden.
Ein mittleres Hochwasser
Im Vergleich zu 2002 mit 9,40 Metern wirken 6,83 Meter fast bescheiden. Für die Stadt war das trotzdem ein ernstes Ereignis: Die Elbwiesen standen unter Wasser, Uferstraßen wurden gesperrt, Keller liefen voll. Gerade solche mittleren Hochwasser kommen viel häufiger vor als die großen Katastrophen.
Zwei Fluten in einem Jahr
Dass es im März und im Juli desselben Jahres Hochwasser gab, zeigt die beiden typischen Ursachen an der Elbe. Im Frühjahr sind es Schneeschmelze und Regen auf gefrorenem Boden. Im Sommer sind es lange, kräftige Regenfälle über dem Erzgebirge und Böhmen, oft ausgelöst von Tiefdruckgebieten, die von Süden heranziehen.
In der Nähe
Wenige Schritte entfernt steht an der Augustusbrücke der Pegel Dresden. Unter der Terrasse erinnert der Bärenzwinger an 2002.
Pegel St. Pauli