Pegel Dresden
WasserstandsmarkeDresden, AugustusbrückeAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Am linken Pfeiler der Augustusbrücke, mitten in der Dresdner Altstadt, ist eine große Pegellatte angebracht. Hier wird seit 1776 regelmäßig der Wasserstand der Elbe abgelesen. Damit ist der Pegel Dresden der zweitälteste Pegel in Sachsen. Seine Werte kennt in der Stadt fast jeder, denn sie werden bei jedem Hochwasser in Nachrichten und Gesprächen genannt.

Die wichtigsten Zahlen
Den höchsten Wasserstand erreichte die Elbe hier am 17. August 2002 mit 9,40 Metern. Zum Vergleich: Bei mittlerem Wasser liegt der Pegel bei rund zwei Metern. Im Juni 2013 stieg die Elbe noch einmal auf 8,76 Meter, und schon 1845 waren es 8,77 Meter. In trockenen Sommern dagegen sinkt der Wasserstand mitunter unter einen halben Meter, dann ragen Steine aus dem Flussbett.
Was die Zahl bedeutet
Der Pegelwert ist nicht die Wassertiefe. Er bezieht sich auf einen festgelegten Nullpunkt, den Pegelnullpunkt, der irgendwo unter der Flusssohle liegen kann. 9,40 Meter am Pegel heißt also nicht, dass die Elbe 9,40 Meter tief war. Wie das genau funktioniert, erklärt der Beitrag Pegel lesen.
Warnstufen
Das Landeshochwasserzentrum Sachsen gibt Alarmstufen aus, die sich an den Pegelständen orientieren. In Dresden beginnt die Alarmstufe 1 bei vier Metern. Ab Alarmstufe 4 bei 7 Metern drohen große Überschwemmungen. Wer in Dresden wohnt, sollte wissen, ab welchem Wert die eigene Straße betroffen ist.