Zum Inhalt
Wasserkulturlandschaft ElbeVon der Quelle bis zur Nordsee

Historisches Wasserwerk Saloppe

BauwerkDresden-Loschwitz / Radeberger VorstadtAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.

Am rechten Elbufer, unterhalb der Loschwitzer Hänge, steht ein Bau, den viele für eine Burg halten: Türme, Zinnen, Backstein und Sandstein. Es ist das Wasserwerk Saloppe, das 1875 als erstes Trinkwasserwerk Dresdens in Betrieb ging. Damals wuchs die Stadt rasant, und die alten Brunnen und Holzleitungen reichten nicht mehr.

Skizze zur Station, eigene Zeichnung

Wasser aus dem Ufer

Die Saloppe gewinnt ihr Wasser aus Uferfiltrat. Brunnen nahe der Elbe fördern Wasser, das vom Fluss durch die Kiesschichten der Aue gesickert ist. Der Boden wirkt dabei als natürlicher Filter. Zur Bauzeit war das ein großer Fortschritt gegenüber der direkten Entnahme von Flusswasser, das häufig verunreinigt war.

Burg aus Repräsentation

Dass ein Wasserwerk wie eine Burg aussieht, ist typisch für die Gründerzeit. Städte zeigten mit ihren Infrastrukturbauten Stolz und Leistungsfähigkeit. Wasserwerke, Pumpstationen und Wassertürme bekamen Fassaden, die an Schlösser, Kirchen oder Festungen erinnern. Die Saloppe ist ein besonders gelungenes Beispiel.

Heute

Später übernahmen größere Werke die Trinkwasserversorgung. Die Saloppe liefert inzwischen Brauchwasser für die Industrie im Dresdner Norden. Das Gebäude ist ein Kulturdenkmal und vom Elberadweg aus gut zu sehen. Weitere Stationen zur Wasserversorgung: Wasserwerk Hosterwitz und historische Wasserleitung.

Ähnliche Orte an der Elbe