Notdeich vom Hochwasser 2002
Bauwerkzwischen Gohrau und Rehsen (Sachsen-Anhalt)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
An der Straße zwischen Gohrau und Rehsen fällt ein niedriger Wall auf, der nicht so recht in die Landschaft passt. Es sind Reste eines Notdeichs, der beim Hochwasser im August 2002 errichtet wurde. Damals mussten in wenigen Stunden Barrieren entstehen, um Dörfer zu schützen, als Deiche weiter vorne zu brechen drohten.
Wie ein Notdeich entsteht
Notdeiche werden mit dem gebaut, was gerade verfügbar ist: Erde, Sand, Kies, Sandsäcke, manchmal Bauschutt. Bagger, Feuerwehr, Bundeswehr und Freiwillige arbeiten Hand in Hand. Ein solcher Wall ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Er soll nur so lange halten, bis das Wasser wieder fällt. Dass hier Reste stehen geblieben sind, macht den Ort zu einem Zeugnis dieser Tage.
Erinnerung an die Helfer
Im August 2002 kamen in Sachsen-Anhalt Tausende Menschen zusammen, um Säcke zu füllen und Deiche zu sichern. Viele von ihnen kamen aus anderen Bundesländern. Der Notdeich erinnert nicht nur an die Gefahr, sondern auch an diese Hilfsbereitschaft.
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Was im August 2002 an der Elbe geschah, fasst der Beitrag Das Augusthochwasser 2002 zusammen. In der Nähe zeigen die Schlafdeiche, wie man schon früher mit mehreren Verteidigungslinien gearbeitet hat.