Elbfall
GewässerElbgrund bei Špindlerův Mlýn (CZ)Aktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Kaum hat die Elbe ihre Quelle verlassen, erreicht sie die Kante des Elbgrunds (Labský důl). Hier fällt das Wasser rund 35 Meter tief in eine Felsenschlucht, die der Fluss selbst über lange Zeiträume ausgewaschen hat. Der Elbfall (Labský vodopád) ist damit die erste große Station auf dem Weg zur Nordsee, gerade einmal einen Kilometer von der Quelle entfernt.

Ein Wasserfall mit wechselnder Kraft
Wie eindrucksvoll der Fall ist, hängt stark von der Jahreszeit ab. Nach der Schneeschmelze und nach kräftigem Regen rauscht hier deutlich Wasser, im trockenen Spätsommer bleibt manchmal nur ein dünner Schleier über dem Fels. Im 19. Jahrhundert, als der Riesengebirgstourismus aufblühte, wurde oberhalb des Falls Wasser angestaut, um es zu festen Zeiten für die Gäste abzulassen. Der Wasserfall war damals also auch ein inszeniertes Schauspiel.
Was Sie erwartet
Am oberen Rand steht in der Nähe die Labská bouda, eine große Bergbaude, die als Orientierungspunkt dient. Von einer Aussichtsplattform blicken Sie in den Elbgrund hinunter. Ein steiler, gepflasterter Steig führt von hier ins Tal und folgt dabei grob dem Lauf des jungen Flusses. Für den Abstieg brauchen Sie Trittsicherheit und gutes Schuhwerk, bei Nässe sind die Steine glatt.
Im Zusammenhang
Der Elbfall ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Wasserfällen. Auf der gegenüberliegenden Talseite stürzt der Pantschenfall noch weit tiefer, weiter unten folgen der Pudlava-Wasserfall und der Wasserfall der Kleinen Elbe. Wer den Elbgrund hinabwandert, erlebt auf wenigen Kilometern, wie viel Gefälle der Fluss im Gebirge überwinden muss.