Seewärtige Begrenzung der Elbe
LandschaftCuxhavenAktualisiert am 10. Oktober 2026Lesezeit 2 Min.
Wo genau endet ein Fluss, der sich in einen breiten Trichter öffnet und ins Wattenmeer übergeht? Für die Elbe ist das gesetzlich geregelt. Das Bundeswasserstraßengesetz legt als seewärtige Begrenzung die Verbindungslinie zwischen der Kugelbake in Cuxhaven und der westlichen Deichkante des Friedrichskoogs fest. Hier endet die Binnenelbe.
Außenelbe
Seewärts dieser Linie spricht man von der Außenelbe. Sie setzt sich als tiefe Rinne durch das Wattenmeer fort. Vom umgebenden Watt unterscheidet sie sich durch ihre Tiefe, die Strömungsrichtung und -geschwindigkeit und den niedrigeren Salzgehalt. Das Flusswasser bleibt also noch eine Weile als Strom im Meer erkennbar.
Warum eine Linie wichtig ist
Die Grenze hat praktische Folgen. Sie legt fest, welche Regeln gelten: Binnenschifffahrtsrecht oder Seeschifffahrtsrecht, welche Behörde zuständig ist und wie gemessen wird. Auch die Kilometrierung der Elbe richtet sich danach. Die deutsche Elbkilometrierung endet hier bei rund Kilometer 727,7. Mehr dazu im Beitrag Die Elbe in Zahlen.
Vor Ort
In Cuxhaven können Sie an der Kugelbake stehen und auf die gedachte Linie blicken. Bei Ebbe fällt das Watt trocken, und die Fahrrinne der Elbe ist als Wasserrinne zwischen Sandbänken zu erkennen. Mehr zur Kugelbake selbst auf der nächsten Station.